{"id":234,"date":"2023-01-06T18:53:23","date_gmt":"2023-01-06T18:53:23","guid":{"rendered":"https:\/\/qn-training.com\/?p=234"},"modified":"2023-01-06T22:28:22","modified_gmt":"2023-01-06T22:28:22","slug":"psychologie-des-lernens-wie-funktioniert-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/qn-training.com\/en\/psychologie-des-lernens-wie-funktioniert-lernen\/","title":{"rendered":"Psychologie des Lernens \u2013 Wie funktioniert Lernen?"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-1 fusion-text-no-margin\">\n<p>Wenn vom Lernen die Rede ist, denken die meisten sofort an ihre Schulzeit. Doch Lernen ist mehr als das langweilige Auswendiglernen mathematischer Formeln und lateinischer Vokabeln. Aus psychologischer Sicht gesehen, lernen wir tagt\u00e4glich, ohne es \u00fcberhaupt zu beabsichtigen. Wir lernen aus unseren Erfahrungen und unserer Umwelt und eignen uns st\u00e4ndig neue Verhaltensweisen an. Wer die Psychologie des Lernens erstmals versteht, kann anschlie\u00dfend mit bew\u00e4hrten Lerntechniken und Lernmethoden seinen Lernprozess verbessern und lernen ganz einfach lernen!<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ist Lernen psychologisch gesehen?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-2 fusion-text-no-margin\">\n<p>Wenn man Lernen psychologisch betrachtet, bilden die Erfahrungen, die wir im Leben machen unsere Basis. St\u00e4ndig nehmen wir dabei neue Informationen auf, bewerten diese und wandeln sie in neue Verhaltensmuster um. Zwar kann man den Lernprozess nicht aktiv von au\u00dfen beobachten, doch zeigt sich Gelerntes grunds\u00e4tzlich in sichtbarer Leistung. Ob jemand beispielsweise gelernt hat zu schwimmen, erkennt man, wenn diese Person aktiv schwimmt. Solche erlernten F\u00e4higkeiten bleiben meist auch \u00fcber einen langen Zeitraum erhalten. Auch wenn wir jetzt beispielsweise f\u00fcnf Monate nicht schwimmen w\u00fcrden, w\u00fcrden wir das Schwimmen nicht einfach so verlernen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Iwan Pawlow \u2013 Das Ph\u00e4nomen der klassischen Konditionierung<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-3 fusion-text-no-margin\">\n<p>Der bekannte Physiologe Iwan Pawlow erkannte w\u00e4hrend seiner Forschungsarbeit, dass der Speichelfluss von Hunden nicht nur dann zunimmt, wenn sie Futter sehen, sondern bereits, wenn sie die Person sehen, die ihnen das Futter bringt.<\/p>\n<p>Um diesem Ph\u00e4nomen auf den Grund zu gehen, f\u00fchrte Pawlow einige Experimente mit Hunden durch. Vor jeder Hunde-F\u00fctterung lie\u00df er dabei eine Glocke l\u00e4uten. Nach vielen Wiederholungen begannen die Hunde bereits beim Klang der Glocke zu speicheln. Die klassische Konditionierung wurde geboren.<\/p>\n<p>Den Kern bilden die Reflexe. Hierbei versteht man ungelernte Reaktionen, die durch bestimmte Reize entstehen. Bei den Hunden im Beispiel ist der Reflex (das Speicheln) eine Reaktion, die beim Anblick des Futters entsteht. Diese Reaktion wird ohne vorheriges Lernen ausgel\u00f6st und wird dementsprechend als unkonditionierte Reaktion bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Glocke ist ein neutraler Stimulus. Grunds\u00e4tzlich speicheln Hunde ja nicht beim Glockenklang. Doch wenn ein neutraler Stimulus mehrfach mit einem umkonditionierten Stimulus, wie beispielsweise dem Hundefutter kombiniert wird, entsteht eine konditionierte Reaktion. In Pawlows Beispiel w\u00e4re das der Speichelflus<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-3 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>So funktioniert Lernen<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-4 fusion-text-no-margin\">\n<p>\u00dcber die Sinnesorgane, wie die Ohren, Augen, Nase und Haut nehmen wir Informationen auf, die dann im Gehirn verarbeitet und je nach Qualit\u00e4t der Informationen im Kurz-, Ultrakurz- oder Langzeitged\u00e4chtnis gespeichert werden. Wie lange wir neugelernte Informationen jedoch behalten, h\u00e4ngt nicht nur von der Wichtigkeit der Information ab, sondern eben auch, wie diese in unser Ged\u00e4chtnis gelangt. Je aktiver die Informationsaufnahme dabei ist und je mehr Kan\u00e4le dabei gleichzeitig angesprochen werden, desto l\u00e4nger bleibt die Information auch im Ged\u00e4chtnis erhalten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-4 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lerntechniken \u2013 Mentale Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-5 fusion-text-no-margin\">\n<p>Wir lernen unser ganzes Leben lang, ob wir es wollen oder nicht. Wie bereits erw\u00e4hnt lernen wir vieles ganz automatisch. Doch es gibt auch Themen und Stoffe, die einfach nicht h\u00e4ngenbleiben wollen, die wir jedoch trotzdem in der Schule oder Arbeit lernen m\u00fcssen. Hierbei hilft es erstmals, sich mental auf das Lernen vorzubereiten:<\/p>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\">Warum ist es wichtig, das jeweilige Thema zu lernen? Geht es nur darum, eine Klausur zu bestehen oder k\u00f6nnte dabei auch eine Bef\u00f6rderung\/Gehaltserh\u00f6hung herausschauen?<\/li>\n<li aria-level=\"1\">Hat man am Thema Interesse? Wie kann man Interesse wecken?<\/li>\n<li aria-level=\"1\">Gibt es zum Thema auch einen Praxisbezug zur sonstigen Arbeit?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bevor man mit dem Lernen startet, ist es wichtig sich mit dem Thema kurz gedanklich auseinanderzusetzen. Was sind die Ziele und Erwartungen?<\/p>\n<p>Wenn man es dabei irgendwie schafft, sich f\u00fcr das Lernen zu motivieren, ist das bereits die halbe Miete. Denn je mehr Begeisterung dahintersteckt, desto leichter wird der Lernprozess letztendlich auch sein.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-5 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lernen lernen mit bew\u00e4hrten Lernmethoden<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-6 fusion-text-no-margin\">\n<p>Lernmethoden sind Hilfsmittel, die dabei helfen, sich gewisse Informationen besser einzupr\u00e4gen. Bei den Lernmethoden ist es wichtig zu wissen, dass sich nicht alle Lernmethoden f\u00fcr jeden Lerntyp und jedes Thema gleich gut eignen. Wer sich nicht sicher ist, welche Lerntechnik am besten zu sich selbst bzw. dem Thema passt, probiert sie am besten mehrere aus.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-6 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-three\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. Mind-Mapping<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-7 fusion-text-no-margin\">\n<p>Hierbei handelt es sich um visuelle Diagramme, die mit Symbolen, Zeichen und Stichworten ausgef\u00fcllt werden k\u00f6nnen, um eine inhaltliche Verkn\u00fcpfung zum Lernstoff darzustellen. Beim Lernen kann man sich so Kernaussagen visualisieren und die Informationen so besser aufnehmen. Vor allem, wenn man ein visueller Typ ist, kann das selbstst\u00e4ndige Aufzeichnen und Zusammenfassen des Lernstoffes sehr hilfreich sein.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-7 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-three\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Lerngruppe<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-8 fusion-text-no-margin\">\n<p>Das Positive an Lerngruppen ist, dass sie sehr interaktiv funktionieren. Der Stoff wird so \u00fcber verschiedene Lern-Kan\u00e4le aufgenommen und besser eingepr\u00e4gt. In Lerngruppen kann man den Stoff zusammen erarbeiten, verstehen und das Gelernte in der Gruppe diskutieren.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-8 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-three\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. SQ3R-Methode<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-9 fusion-text-no-margin\">\n<p>Hierbei handelt es sich um eine beliebte Lernmethode, die dem bestm\u00f6glichen Erfassen von einzelnen Texten dient.<\/p>\n<ul>\n<li aria-level=\"1\">Survey<\/li>\n<li aria-level=\"1\">Question<\/li>\n<li aria-level=\"1\">Read<\/li>\n<li aria-level=\"1\">Recite<\/li>\n<li aria-level=\"1\">Review<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zuerst verschafft man sich einen \u00dcberblick (Survey) \u00fcber den Text, Skript oder Buch und liest sich die Unterkapitel, \u00dcberschriften etc. durch. Nun erstellt man zum Thema Fragen (Question). Frageformulierungen aktivieren im Gehirn aktives Arbeiten und Denken. Als n\u00e4chstes wird der Text in kleineren Abschnitten mehrmals gelesen und das Wichtigste mit einem Marker hervorgehoben (Read). Nach jedem Abschnitt sollte man das Gelesene gedanklich zusammenfassen und wiedergeben. (Recite). Zu guter Letzt kann man sich das Gelernte noch einmal Stichpunktartig zusammenfassen, beispielsweise im Karteikartenformat (Review).<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-9 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-three\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4. Mnemotechnik und Loci-Methode<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-10 fusion-text-no-margin\">\n<p>Die Mnemotechnik Lernmethode wird oft mit der Verwendung von Eselsbr\u00fccken gleichgesetzt. Es geht also darum, sich mit Hilfe von Reimen, Merks\u00e4tzen oder Grafiken Merkhilfen zu kreieren. Besonders hilfreich ist diese Lerntechnik, wenn es darum geht sich eine bestimmte Reihenfolge zu merken. Beispielsweise die Notennamen: Geh du alter Esel, Heu holen!<\/p>\n<p>Die Loci-Methode ist eine Variation der Mnemotechnik, bei der man sich zum Sachverhalt eine kurze Geschichte ausdenkt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-10 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-three\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5. Wiederholung ist die Mutter des Lernens und K\u00f6nnens!<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-11 fusion-text-no-margin\">\n<p>Durch st\u00e4ndige Wiederholung signalisieren wir dem Gehirn, dass der entsprechende Inhalt wichtig ist und wir diesen noch brauchen. Grunds\u00e4tzlich gilt hierbei, dass ein Inhalt nach dem sechsmaligen Wiederholen dauerhaft im Ged\u00e4chtnis gespeichert ist.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-title title fusion-title-11 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sich nicht selbst im Weg stehen<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"fusion-text fusion-text-12\">\n<p>Viele scheitern beim Lernen, weil sie ihren Erfolg selbst behindern. Sei es mit schlechten Glaubenss\u00e4tzen, fehlender Konzentration oder Schlafmangel. Wer sich t\u00e4glich einredet, dass er das so und so nicht kann bzw. nicht schafft, der wird es vermutlich auch nicht schaffen. Eine positive Lerneinstellung haben, sich ein Umfeld schaffen, indem man konzentriert lernen kann, sowie guter Schlaf sind Grundvoraussetzungen f\u00fcr effektives Lernen!<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wenn vom Lernen die Rede ist, denken die meisten sofort an ihre Schulzeit. 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